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Hausaufgaben des Kindes

24.10.2010 Rubrik: Paarberatung, Eheberatung, Erziehungsberatung

haben oft nachteilige Auswirkungen auf das Familienleben

Das Thema Hausaufgaben der Kinder dominiert so manche Eheberatungs-Stunde. Die Entscheidung, welche Schullaufbahn ein Kind einschlagen wird, fällt bereits nach vier Schuljahren. Für die meisten Eltern spielt es eine sehr große Rolle, dass ihr Kind eine höhere Schule besucht, am besten das Gymnasium. Damit lastet auf dem Kind ein enormer Druck die Eltern nicht zu enttäuschen. Diese betrachten es als persönlichen Erfolg oder Misserfolg, wenn ihr Kind (nicht) die entsprechende Leistung zeigt. Deshalb legen sie sich auch selbst ins Zeug und unterstützen ihr Kind nach Leibeskräften bei den Hausaufgaben und beim Lernen. Dafür gehen viele Nachmittage und ein Teil der Wochenenden drauf.

Über die Intensität dieses Unterstützens sind sich aber nicht alle Elternteile einig. Manchen geht das Engagement ihres Ehepartners deutlich zu weit, während der Andere seine bessere Hälfte auf diesem Gebiet als zu nachlässig empfindet. Zwischen drin steht das Kind und kann sich manchmal vor lauter elterlichem Druck schon gar nicht mehr konzentrieren oder verweigert sogar ganz die Mitarbeit. Die wirklichen Begabungen oder auch manchmal einfach die fehlenden Talente des Kindes werden dabei ganz außer acht gelassen. Bringt es nicht die entsprechenden Leistungen, so war es einfach zu faul, die Lehrer sind schlecht oder der andere Elternteil hat falsch mit ihm gelernt.

Eltern können die Begabungen ihres Kindes nur selten objektiv einschätzen, deshalb empfiehlt es sich die Erzieher oder Lehrer zu befragen und es im Zweifelsfall professionell testen zu lassen. Es existieren Institute, die Kinder auf allen Gebieten (auch sportlich und musikalisch) testen. Hierdurch erhält man dann differenzierte Aussagen über die kindlichen Fähigkeiten und Empfehlungen für die passende Beschulung. Die falsche Schule kann beim Kind bleibende Schäden verursachen und das Familienleben schwer belasten.

Leider eignen sich nur wenige Eltern als schulische Unterstützung ihres Kindes. Das liegt nicht etwa an der mangelnden Bildung der Erwachsenen, sondern an den gegenseitigen hohen Erwartungen. Die Anforderungen an einen Familienangehörigen sind größer als an eine neutrale Person. Kinder nehmen nämlich von einer kompetenten Hausaufgabenbetreuung oder einem fähigen Nachhilfelehrer leichter etwas an als von den eigenen Eltern.

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